Zum bauen eines 3-D Ziels braucht man natürlich Material. Ethafoam (das Material aus dem handelsübliche Ziele und auch Scheiben sind) ist natürlich die beste Wahl, da es Rückstellkräfte besitzt die eine lange Lebensdauer unterstützen.

 

Ich bevorzuge feinporiges Ethafoam, die Platten sind 10cm dick, relativ weich und lassen sich gut bearbeiten. Skepsis wegen des Härtegrades ist unbegründet, durch die feine Struktur werden auch Pfeile von leistungsstarken Bögen gebremst und das auch noch sehr sanft. Natürlich durchdringt ein Pfeil auch mal ein Tier, besonders schussstarke Compoundbögen mit dünnen Geschossen schaffen das, aber das passiert auch bei Tieren der bekannten Marken.

 

Verbunden werden die einzelnen Teile mit Wärme, sprich schweißen, das ist zwar keine angenehme Arbeit, sorgt aber dafür das Verbindungen sich nicht mehr lösen und „dauerhaft“  fest sind.

Dann wird die Silhouette des gewünschten Tieres aufgezeichnet und ausgeschnitten. Natürlich kann man die einzelnen Teile auch ausschneiden und dann erst verbinden. Ist man soweit geht es ans schnitzen. Mit einem scharfen Messer beginnt man die Konturen aus dem Ethafoam zu schneiden, immer nur ein bisschen uns so nähert man sich langsam der Form an die man erreichen möchte.

Hört sich einfach an, ist es auch, man braucht nur ein wenig Übung und da gilt wie bei allem im Leben, dieselbe macht den Meister.

Ist es dann soweit das der Körper so aussieht wie man ihn sich vorgestellt hat, kann man mit Feilen, Raspeln, Drahtbürsten, Schmirgelpapier usw. die Oberfläche glätten. Eigentlich entsteht dann keine glatte Fläche sondern eher etwas das an ein Fell erinnert. Wem das gefällt, der ist jetzt fertig, wer aber eine noch bessere Außenhaut haben möchte muss jetzt vorsichtig mit gezielter Wärme arbeiten.

Dann geht es ans bemalen.

 

Ein zuweilen langwieriger und aufwendiger Prozess. Ein gut bemaltes Ziel kann den 3-D Effekt sehr verstärken. Ein mir bekannter Bogenschütze, der seinerseits auch 3-D Tiere baut, sagt sogar das ein guter Anstrich unbezahlbar sei. Manchmal teile ich seine Meinung, versuche aber dennoch mich immer zu verbessern.